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Donnerstag, 20. Oktober 2016

Die Steinerne Rinne bei Rohrbach auf dem Frankenjura




Ein Naturwunder besonderer Art findet sich am Rande des Naturparks Altmühltal im mittelfränkischen Rohrbach (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen): Eine sogenannte Steinerne Rinne.

Eine Steinerne Rinne ist ein Rinnsal, das im Karst in einem durch Kalktuffablagerung (Quellkalk-Ablagerung) entstandenen Hochbett aus Travertin fließt. – Die “Steinernen Rinnen” stellen eine geologische Besonderheit dar. Im Normalfall wird durch das fließende Wasser in der Regel Erdreich abgetragen. Bei der “Steinernen Rinne” geschieht jedoch genau das Gegenteil. Überwiegend an Waldhängen sammelt sich in unterirdischen Becken kalkreiches Wasser. Eine Tonschicht verhindert das weitere Versickern. Sobald nun das Wasser an die Oberfläche tritt, bildet sich aus dem Sauerstoff der Luft und dem kohlensauren Kalk des Wassers der so genannte Kalktuff. Dieser überzieht dann Moose, Blätter und kleine Äste, wodurch im Laufe von vielen Jahren ein Damm gebildet wird. Auf diesem läuft in einer Rinne das kalkreiche Wasser des Bächleins dahin. Die besonders schöne, 80 Meter lange und bis zu 1 Meter hohe (pro Jahr wächst die Rinne im Schnitt um maximal 1 cm), Steinerne Rinne von Rohrbach (Gemeinde Ettenstatt, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken) befindet sich in einem Laubwald, der eine üppige Bodenflora aufweist (Moose, Farne und zahlreiche Blütenpflanzen.). Kleine Wasserfälle und Seen im Kleinformat sorgen für eine Unterbrechung des schnellen Wasserlaufes. Moose, Gräser und Feuchtigkeit liebende Blumen.



Mittwoch, 2. Mai 2012

Das Heilsbronner Münster und der Dom zu Eichstätt





Das Münster im mittelfränkischen Heilsbronn - Grablege der fränkischen Hohenzollern.



Der Dom in Eichstätt im Altmühltal, Grablege des Heiligen Willibald. Hauptkirche des Bistums Eichstätt.

Freitag, 23. September 2011

Sommerausflug - Herbstausflug




Unterwegs mit dem Peugeot 207 CC, durchs Fränkische Seenland zur Steinernen Rinne bei Rohrbach und zum Karlsgraben bei Treuchtlingen.



Ein Herbstausflug im Pfälzerwald in der Südwestpfalz (Hackmesserseite und Westrich) und im angrenzenden Lothringen (Region Lorraine, Department Moselle, 57, Pays de Bitche, Bitscherland).

Dreiteiliger Film.

Teil 1 ist die Abfahrt und die Fahrt bei regnerischem Wetter von der Hackmesserseite Richtung Eppenbrunn. Wir passieren bei Kröppen die deutsch-französische Grenze und erreichen mit Walschbronn den ersten Ort in Frankreich.

Teil 2: Die Fahrt geht nach Schorbach (der Besuch des dortigen Beinhauses und der Pfarrkirche Saint-Remi ist Teil 3 des Filmes). Wir erleben Pferde auf der Weide, robuste Haflinger. Und auf der Rückfahrt im wolkenverhangenen Himmel die Windräder auf den stürmischen Höhen der Hackmesserseite bei Vinningen (in der Nähe von Pirmasens).

Teil 3 des Filmes befaßt sich mit dem Ossuaire von Schorbach, ein Beinhaus aus dem 11. Jahrhundert im romanischen Baustil. Ein kulturhistorisches Kleinod, das man nicht achtlos passieren sollte. Ein heiliger Ort, ein Ort der Besinnung und der stillen Einkehr.

Nach altem Volksglauben konnte nur der die ewige Seligkeit erlangen, der bis zum Jüngsten Tag in (bzw. auf) geweihter Erde ruhte. Und deshalb wurden, da man den Platz für neue Beisetzungen brauchte, die Gebeine der Toten exhumiert und in Beinhäusern auf dem Friedhof aufbewahrt.

Unweit Schorbach lohnt die Zitadelle von Bitsch (Bitche) einen Besuch.



Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit.

Samstag, 20. August 2011

Die Steinerne Rinne bei Rohrbach und der Treuchtlinger Karlsgraben




Die Steinerne Rinne bei dem kleinen Örtchen Rohrbach im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Bayern) gehört zu den bemerkenswertesten Naturwundern der Fränkischen Alb. Hier baut sich ein Bach sozusagen seinen eigenen Damm. Solche Steinernen Rinnen (von denen es einige im Naturpark Altmühltal gibt) entstehen, wenn das Wasser des Baches den Kalksandstein des Jura auslöst und in Verbindung mit dem Luftsauerstoff bei einer bestimmten Fließgeschwindigkeit des Wassers Tuff bildet. Diese Dämme wachsen pro Jahr ungefähr um einen Zentimeter.



Beim Treuchtlinger Ortsteil Graben findet sich mit dem Karlsgraben der erste Vorläufer des Main-Donau-Kanals. Denn hier an der Europäischen Talwasserscheide versuchte bereits Karl der Große zwischen Altmühl und Donau und dem Einzugsgebiet von Rezat und Rednitz einen schiffbaren Kanal zu bauen. Das Vorhaben mißlang, da schwere Regenfälle den Aushub immer wieder zurückspülten und den Kanal verschütteten. Im Film sieht man die übriggebliebenen Reste des ambitionierten Bauwerks.



Dienstag, 5. April 2011

Bayern im Bild - Seligenporten, Freystadt, Erasbach, Kottingwörth, Pondorf


Fünf interessante Ziele in der Oberpfalz und im Naturpark Altmühltal. Alle ca. maximal in einer knappen Stunde Fahrtzeit abzufahren.



In der Pfarrkirche der Gemeinde Seligenporten in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) findet sich das mit über 600 Jahren älteste Chorgestühl Süddeutschlands, wahrscheinlich das älteste von ganz Deutschland.

Über eine gleichfalls uralte ausgetretene Holztreppe geht es empor zu dem sog. Nonnenchor.



Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710.



Christoph Willibald Ritter von Gluck galt im 18. Jahrhundert als Erneuerer der Oper. Seine Wirkungsstätten waren die berühmtesten Opernhäuser Europas. Geboren wurde er 1714 im Dorf Erasbach in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt).



Die Taufkapelle der Pfarrkirche Sr. Vithus in Kottingswörth im Altmühltal beinhaltet mittelalterliche Fresken aus dem Jahr 1310, eine kunsthistorische Einmaligkeit.



Die Bavaria-Buche ist einer der bekanntesten und schönsten Bäume Deutschlands - unweit der Ortschaft Pondorf (Markt Altmannstein) im oberbayerischen Landkreis Eichstätt im Naturpark Altmühltal.

Die uralte Rotbuche (lat. Fagus sylvatica) ist im Rahmen einer Verordnung des Landkreises Eichstätt als Naturdenkmal geschützt. Geprägt von vielen Lebensjahren in der herben Juralandschaft trotzte die Bavaria-Buche über Jahrhunderte Wind und Wetter.

Das Leben der Bavaria Buche neigt aich langsam dem Ende entgegen.

Seit einiger Zeit brechen Äste und Stammteile aus. Außerdem wurde die Bavaria-Buche von einem Brandkrustenpilz befallen, der den Zusammenbruch des gesamten Baumes bewirken wird.

Nach gewissenhafter Prüfung des Baumzustandes entschied man sich für das natürliche Sterben des Baumes: Damit akzeptiert man sein allmähliches Vergehen im Ökokreislauf. Als Schutzzone um die Bavaria-Buche wurde eine großflächige Einzäunung angebracht.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Auf den Spuren der Römer


Das Imperium Romanum, untergegangenes antikes Weltreich, ist auch in Deutschland immer noch allgegenwärtig. Und wir sind den Römern auf der Spur.



Ob im saarländischen Schwarzenacker (ein Foto von uns wurde 2009 im Reisebildband über das Saarland des bekannten Journalisten Peter Scholl-Latour aus dem Ziethen Panorama Verlag veröffentlicht), an der Mosel, am Rhein oder entlang des rätischen Limes im Altmühltal in Bayern.

Die römischen Zeugnisse sind allgegenwärtig.

Frühling in Neumagen-Drohn, Mosel, Rheinland-Pfalz; das römische Weinschiff / Ältester Weinort Deutschlands / Noviomagus hieß der Ort bei den Römern und bekannt ist er durch Decimus Magnus Ausonius. In seiner "Mosella" schwärmt er nach einer Hunsrückdurchquerung: ". . . Und endlich erblicke ich zuerst im belgischen Lande Noviomagus, des seligen Constantin erlauchte Feste. Reiner liegt hier die Luft auf den Feldern . . . jetzt ist verscheucht der Nebel." Das Weinschiff ist der bekannteste Neumagener Fund aus der Römerzeit. Das Neumagener Weinschiff ist das Grabmal eines römischen Weinhändlers aus der Zeit um 220 n.Chr. Das Weinschiff wurde in Neumagen-Dhron als Teil des Fundamentes einer Kastellanlage gefunden, was dem Ort, auf Grund des Alters dieses und anderer Funde, die Bezeichnung "ältester Weinort Deutschlands" einbrachte. Das Original steht heute im Rheinischen Landesmuseum in Trier. Ursprünglich bestand dieses Grabmal aus zwei Weinschiffen, welche als eine Darstellung des Berufs des Verstorbenen dienten. Das Weinschiff (Schauseite) zeigt sechs Ruderer, zwei Steuermänner und 22 Ruder. Aufgrund der Art der Fässer sowie der Tatsache, dass dieses Schiff gerudert wird, lässt sich darauf schließen, dass auf diesem Schiff eine einheimische Ware (Moselwein) verschifft und exportiert wurde.

Zu den beliebtesten Fotomotiven des Altmühltals - bei Profis und Amateuren gleichermaßen - gehören die beiden Legionäre bei Pfünz. In Pfünz findet man Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 schließlich endgültig von den Alemannen zerstört. Sichtbar sind noch Teile der Grundmauern , das Nordtor wurde rekonstruiert. Ein Modell des Lagers sowie Funde findet man in der frühgeschichtlichen Sammlung auf der Willibaldsburg in Eichstätt. // Pfünz ist ein Ortsteil der Gemeinde Walting. Walting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und bildet mit den Gemeinden Pollenfeld und Schernfeld die Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt.

In der Kreisstatt Weißenburg am Rande des Naturparks Altmühltal finden wir die Überreste des römischen Kastells Biricianum und die größte Thermenanlage Süddeutschlands. Und in Weißenburg hat dereinst ein Bauer bei der Arbeit auf seinem Acker einen der bedeutendsten Römerschätze nördlich der Alpen entdeckt.


Aber auch im alten Gallien, in Frankreich sind wir unterwegs, um römische Geschichte im Bild festzuhalten. Etwa in der Provence.

Glanum war eine römische Stadt in der Provence in Südfrankreich an den nördlichen Hängen der Alpilles-Kette im heutigen Departement Bouches-du-Rhône, ca. 20 km südlich der heutigen Stadt Avignon und liegt im Süden von Saint-Remy-de-Provence an der D5 Richtung Maussane-les-Alpilles und Les Baux-de-Provence. Vor der Stadt stehen - als Les Antiques bezeichnet - ein Kenotaph für die Familie der Julier und ein zum Gedenken an die Stadtgründung errichtetes Prunktor. Das Kenotaph hat eine Höhe von über 18 m und eine Breite an der Basis von 4,33 m. Es besteht aus einem mit Reliefplatten verzierten Sockelgeschoss, einem ebenfalls quadratischen Mittelgeschoss, das sich in vier halbrund geschlossenen Arkaden öffnet, und einem Obergeschoss mit einer offenen Rotunde mit 10 kannelierten Säulen, die von einem Kegeldach bekrönt wird. Das Dach trug vermutlich ehemals einen Pinienzapfen als Abschluss. Die Reliefplatten zeigen Kampfszenen in hellenistischem Stil: Kampf um die Leiche des Patroklos, Reiterkampf, Amazonenschlacht, Komposition aus kaledonischer Eberjagd und Tötung der Kinder der Niobe. Der Triumphbogen dürfte kurz nach der Zeitenwende erbaut worden sein und ist damit wohl der älteste in Gallien.


Eines der beeindruckendsten römischen Bauwerke ...

Der Pont du Gard ist ein römischer Aquädukt im Süden Frankreichs, nahe der Ortschaft Remoulins im Departement Gard. Er ist der höchste von den Römern erbaute Aquädukt und besitzt einen der besterhaltenen Kanäle aus der Römerzeit. Der Pont du Gard zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Pont du Gard bedeutet wörtlich übersetzt Brücke des Gard, wobei es sich beim Gard um einen Fluss handelt. Dieser Fluss, der auch dem Departement seinen Namen gab, wird heutzutage hauptsächlich Gardon genannt.


Und auch das österreichische Burgenland (kleinstes und jüngstes Bundesland Österreichs übrigens) bietet, etwa in Petronell Carnuntum, Überreste der Römer.


Unsere Bilder zum Thema "Auf den Spuren der Römer"

Ähnlicher Artikel:

Auf den Spuren der Römer

Mehr Geschichte im Film:



Auch aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts ....



Siehe dazu auch den Artikel "Reiseziel Normandie".
Und beachten Sie auch bitte meine Galerie Normandie bei der Bildmaschine und mein
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Bildmaterial zu allen o.g. Themen auch auf meinem Mecom-Pool.