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Montag, 24. Oktober 2016

Herbstausflüge





Unser heuriger Herbstausflug:


Und wohin hatte uns unser Ausflug vor 6 Jahren geführt?
Nun, bißchen andere Strecke gefahren, aber die gleichen Orte.



Donnerstag, 30. April 2015

Vom Umgang mit Kulturgütern in der Südwestpfalz






Die beiden Bilder oben und der folgende Clip zeigen die Mikwe in Busenberg im Landkreis Südwestpfalz. Das Busenberger Mikwe-Häuschen ist das einzige der Pfalz und es befindet sich in einem erbärmlichen Zustand.



Aus einer Quelle habe ich nun erfahren, dass es um dieses Häuschen offenbar differierende Auffassungen gibt. Dass die Kreisverwaltung des Landkreises behaupte, es handele sich bei dem heruntergekommenen Gebäude garnicht um ein Mikwe-Häuschen und deshalb auch nicht um ein schützenswertes Kulturgut.

Da kommt mir doch gleich wieder die Geschichte von 2009 in Erinnerung, der Abriß des barocken Herrenhauses auf dem Felsenbrunnerhof. Die Parallelen sind erschreckend.



Hier wurde das letzte erhaltene Herrenhaus aus der Zeit des Landgrafen Ludwig XI., ein ehedem stattlicher spätbarocker Mansardenbau aus dem frühen 18. Jahrhundert, abgerissen! Berichten zufolge konnten sich Eigentümer und ein potentieller Käufer nicht einigen. Die zuständige Denkmalbehörde des Landkreises Südwestpfalz nahm daraufhin das Gebäude aus der Denkmalliste und gab es zum Abriß frei!

Auch Gebäude haben Schicksale. Wie die Menschen, die in ihnen gelebt, geliebt, gearbeitet und gelitten haben. Sie sind Zeitzeugen und Zeugen der Geschichte. Und allzuoft gehen spätere Generationen mit ihnen lieblos und würdelos um.

Und in Busenberg wird diesem Häuschen der Status, ein jüdisches Ritualbad gewesen zu sein, abgesprochen. Gerade angesichts der Tatsache, dass in Deutschlands dunkelster Zeit das Landjudentum im Wasgau völlig ausgelöscht wurde, recht wenig sensibel.

Denn dass es sich bei diesem ebenfalls aus dem Anfang des 18. Jahrhundert stammenden Häuschen zweifelsfrei um eine Mikwe handelt, das belegen die recherchierten Quellen. Siehe dazu u.a. auch den Artikel in Wikipedia.

Sonntag, 20. Juli 2014

Sankt Martin in Großbundenbach (Südwestpfalz)





Großbundenbach liegt ungefähr zehn Kilometer nordöstlich von Zweibrücken im Landkreis Südwestpfalz. Die evangelische Pfarrkirche Sankt Martin ist über 800 Jahre alt. Die Bundenbacher Pfarrkirche St. Martin ist die prächtigste in der kleinen Gruppe gotischer Stufenhallen auf der Sickinger Höhe. Als ehemalige Wehrkirche besitzt die St. Martinskirche noch ihre Ringmauer, innerhalb derer bis 1853 der Kirchhof war. Der Chorturm ist romanisch und entstand um 1200, das Kirchenschiff von 1320 hingegen gotisch.

Eine Einmaligkeit sind die 1300 entstandenen Fresken, die erst 1908 wiederentdeckt wurden.

Die Herrschaftsgeschlechter Steinkallenfels und Cathcart zu Carbiston benutzten die Kirche als Grablege. Prächtige Epitaphe schmücken den Chorraum. Unter dem Altar befindet sich die Gruft mit den Gebeinen der Adelsfamilien.


Sankt Martin in Großbundenbach by Franz Roth

 

Montag, 18. Juli 2011

Pirmasens, Woerth und der Zwölfapostelstein


Pirmasens, Stadt der Gegensätze

Meine Heimatstadt Pirmasens in der Südwestpfalz ist eine Stadt der Gegensätze. Wo liegen Reichtum und Armut so dicht bei dicht: Pirmasens hat die höchste Millionärsdichte in Rheinland-Pfalz (und ist einziger internationaler Messestandort dieses Bundeslandes) und zugleich die bundesweit höchste Zahl an Privatinsolvenzen. Und nicht nur die meisten Millionäre in Rheinland-Pfalz, sondern auch die höchste Arbeitslosenquote.



Dies ist der erste Teil einer neuen Reihe über Pirmasens im Design meiner "Pfälzer Impressionen". Die Reihe wird in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt werden. Ziel ist es, sowohl die schönen Seiten meiner Heimatstadt aufzuzeigen als auch so manches kritisch zu beleuchten. Und auch wenig Bekanntes zu erzählen.

Denn Pirmasens ist durchaus auch so eine Art "Dornröschen", das "wachzuküssen" sich lohnt.

Dieser Teil 1 auch mit Fotomaterial aus meinem historischen Bildarchiv, dessen Fundus ein Erbe meines Großvaters väterlicherseits ist. So ermöglichen diese Bilder auch einen Einblick in die 20-er Jahre des 20. Jahrhunderts. Opa hat übrigens sein Arbeitsleben in der Schuhindustrie verbracht: 50 Jahre in der Firma Rheinberger, einer Pirmasenser Traditions-Schuhfabrik, die es heute nicht mehr gibt (in ihrem Gebäude ist heute das Dynamikum untergebracht). Er war dort Meister in der Stepperei und hat für diese lange Betriebszugehörigkeit das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Namensgeber von Pirmasens ist übrigens der Heilige Pirminius, Gründer des nahen Klosters Hornbach im Landkreis Südwestpfalz:



Woerth, Musée 1870

Beim kleinen elsässischen Städtchen Woerth (Department Bas-Rhin, 67) fand 1870 die erste Schlacht des deutsch-französischen Krieges statt. An dieses historische Ereignis erinnert das Musée 1870 im Schloß der Stadt.



Les Douze Apôtres - der Zwölfapostelstein

Der Zwölfapostelstein bei Goetzenbruck (Region Lorraine, Department Moselle, 57), ein christianisierter Menhir, markiert seit altersher die Grenze zwischen dem Elsaß und Lothringen. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die alte Grenzmarke.






Freitag, 1. Juli 2011

Neue Film-Reihe: Pfälzer Impressionen




Film direkt auf meinem YouTube-Kanal betrachten.

Meine neue Reihe "Pfälzer Impressionen", mit neuem Intro und neuem Design - mit zwei neuen Versionen meiner Filme über das Kloster Hornbach und das Zweibrücker Schloß eröffne ich die Reihe.

Das neue Intro bringt, quasi als "Corporate Identity", einige meiner Feder-, Tusch- und Kohlezeichnungen von Pfälzer Motiven. Die Malerei und die Zeichnung waren nämlich mein Medium bevor ich zu Fotoapparat und Filmkamera gegriffen habe.

Mein (neues) Equipment für unterwegs:

Ich werde alle Filme dieser neuen Reihe ausschließlich in Full HD produzieren. Insofern kommt dabei die Sony HVR-HD100E als Hand- und Schulterkamera zum Einsatz.

Mit dabei ein Einbeinstativ von Cullmann. Leicht mitzunehmen und wegen seiner Schnellkupplungs-Platte schnell und leicht mit der Kamera zu verbinden und auch wieder zu trennen.

Und da so ab und an sich doch auch mal ein Foto-Motiv ergibt (auch als Standbild im Film) ist auch meine Nikon D2H mit dabei. Nicht mit "großer Ausrüstung", sondern nur mit dem Sigma Zoom 2,8/17-35 mm. Das passt für Übersichten. Und für Reisebilder bevorzuge ich ohnehin weitwinklig geprägte Perspektiven und Szenerien ("ins Motiv gehen").





Mittwoch, 18. November 2009

Einmalig in Europa: der deutsch-französische Kindergarten in Liederschiedt



Der Deutsch-Französische Kindergarten in Liederschiedt (Bilder bei Mecom) im Department Moselle (57, Lothringen, Pays de Bitche) ist eine Einmaligkeit in Europa.

Er geht zurück auf eine Initiative von Günther Cölsch (im Bild) und Joseph Schaefer, der eine seinerzeit Bürgermeister der Verbandsgemeine Pirmasens-Land, der andere Bürgermeister von Bitche (Bitsch).

In der Ecole Maternelle Franco-Allemande werden Kinder von diesseits und jenseits der Grenze zweisprachig betreut.





High-Res-Bilder von uns sind auch bei der Bildmaschine zu erwerben.



Mittwoch, 11. November 2009

Zweimal Kulturschande in der Südwestpfalz


Auch Kulturgüter haben Schicksale

Auch Gebäude haben Schicksale. Wie die Menschen, die in ihnen gelebt, geliebt, gearbeitet und gelitten haben. Sie sind Zeitzeugen und Zeugen der Geschichte. Und allzuoft gehen spätere Generationen mit ihnen lieblos und würdelos um. Ein Haus wird einfach zur Immobilie. Zum Kapitalwert. Zur profitablen Geldanlage für Investoren. Und den größten Wert hat dabei nicht dieses alte Gebäude selbst, sondern das Grundstück, auf dem es steht. Besonders, wenn es in "guter Lage" sich befindet ...

Zwei Filme, die mir persönlich besonders am Herz liegen (mich sozusagen Herzblut gekostet haben) und die ich allen TV-Sendern, Webseitenbetreibern u.a. ans Herz lege.

Sie dokumentieren den in meinen Augen völlig verantwortungslosen Umgang mit Kulturdenkmälern im Landkreis Südwestpfalz und in der Stadt Pirmasens (meiner Heimatstadt).

Da ist zum einen der Abriß eines (in allen Wanderkarten als touristische Sehenswürdigkeit und Kulturdenkmal ausgewiesenen) Herrenhauses aus dem frühen 18. Jahrhundert auf dem Felsenbrunnerhof auf der sog. Hackmesserseite.



Dieses Kulturgut ist mittlerweile der Spitzhacke zum Opfer gefallen und für immer verloren.


Und dann geht es im zweiten Film um die Villa Loeser in der Lemberger Straße in Pirmasens.



Diese architektonische Einmaligkeit steht zwar noch, ist aber derart marode, daß ihr das gleiche Schicksal wie dem Felsenbrunner Mansardenbau droht.

Wir haben zu beiden Gebäuden das in den Filmen verwendete Bildmaterial in High-Res im Archiv. Wir bieten zu beiden Gebäuden den Print- und Online-Medien Textmaterial an. Zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen (unsere Daten siehe Impressum rechts auf dieser Seite)!

Registrierte Anwender (siehe rechts auf dieser Seite) können High-Res-Bilder aus unserer Bilddatenbank runterladen.


Auch bei der Bildmaschine.de finden Redaktionen unsere Fotos zur Villa Loeser (geben Sie "Villa Loeser" als Suchbegriff ein) und zum Herrenhaus.

Wir möchten noch unsere Beiträge auf unserem Foto-Blog und bei Wordpress empfehlen. Sie finden dort bereits ausführliche textliche Hintergrund-Infos.

Unsere Playlist zu Unverständlichem (sozusagen "Wenn der Amtsschimmel wiehert" oder "Das ist doch der Hammer!"):



Ein persönliches P.S.:
Seit nunmehr mehr als zwei Jahren versuche ich, in meiner Arbeit die Region Südwestpfalz einem breiten Publikum als Reise- und Urlaubsziel schmackhaft zu machen. Wie aber soll so ein Vorhaben gelingen, wenn die Region selbst sich ihrer Sehenswürdigkeiten beraubt? Pfälzerwald, das ist doch nicht nur Natur, Wandern, Radfahren oder Nordic Walking! Und auch nicht nur mittelalterliche Burgruinenromantik ...


Dienstag, 10. November 2009

Die "vergessenen" Bunker des Westwalls im Pfälzerwald


Durch den Pfälzerwald verlief im Zweiten Weltkrieg der Westwall. Viele seiner gesprengten Überreste wurden mittlerweile völlig beseitigt. Weder ihrer Rolle als Biotope für seltene Tier- und Pflanzenarten noch ihrer geschichtlichen Bedeutung wird dadurch Rechnung getragen.



Wir nehmen uns auch dieser Zeitzeugen an und dokumentieren sie (bzw. das, was davon noch übrig ist) in ihrem Umfeld.

Bildmaterial, Filmaterial (komplett oder Footage) und fundiert recherchiertes Textmaterial bei uns auf Anfrage.

Beachten Sie auch unsere Filmreihe "Natur erleben", auch mit Tipps für Naturfotografen und Naturfilmer.



"Abenteuer Natur" ist eine ähnliche Reihe in etwas modifizierter Zusammenstellung.



Zur Südwestpfalz auch unsere Filmreihe "Drehscheibe Südwestpfalz".


Die Karte zur "Drehscheibe Südwestpfalz"